Über mich

Da wir ja anscheinend in postfaktischen Zeiten leben, ich aber nicht jedem Trend hinterherlaufe, hier ein paar Fakten über mich. Ich bezeichne mich immer als echten 68er, da ich im März 1968 geboren wurde. Das könnte jetzt aber doch tatsächlich postfaktisch sein, da es mehr einem Gefühl entspricht - hmh.

Auf jeden Fall bekamen mein Bruder und ich nichts von den anderen 68ern mit, da wir wohl behütet im Wald aufwuchsen. Wir wohnten natürlich nicht im Wald, sondern in einer Siedlung unmittelbar am Waldrand, aber gefühlt waren wir in unserer Freizeit 24 Stunden am Tag darin unterwegs. Heutzutage im Zeitalter von Smartphones und Spielkonsolen natürlich undenkbar. Aber was sollte man auch den ganzen Tag anderes machen - bei drei Fernsehprogrammen.

Da ich nach der Grundschule unbedingt aufs Gymnasium wollte und mich weder meine Eltern noch meine Klassenlehrerin davon abbringen konnten, schmiss ich dasselbige in der 10. Klasse und fing dafür eine Lehre in der Schwarzen Kunst an, was eine sehr romantische Bezeichnung ist - für eine Druckerlehre. Danach verweigerte ich den Wehrdienst, allerdings erst nach den 14 Monaten Dienstzeit, was deutlich einfacher war. Somit entging ich den Reserveübungen und konnte mich voll auf alles andere konzentrieren: Heirat, Weiterbildung zum Drucktechniker, Abitur nachholen, zwei Kinder - in dieser Reihenfolge.

Zum Schreiben kam ich während meiner Weiterbildung. Das Sammeln und Recherchieren von Fakten, das Zusammenstellen und Ordnen des Gefundenen und letztendlich das Ausformulieren meiner Abschlussarbeit öffneten mir die Tür zur literarischen Welt. Und einmal durch die Tür hindurchgegangen, fing ich auch gleich an meinen ersten Roman zu schreiben. Der steht heute bei mir als Einzelexemplar im Bücherregal und leider nicht in den Buchhandlungen. Die Absagen der Buchverlage stapelten sich dafür, was mich damals doch etwas frustrierte. Wie konnte jemand diesen tollen Roman nicht veröffentlichen wollen, wo doch alle, die ich genötigt hatte ihn zu lesen, ihn so lobten - was auch sonst? Ich schrieb also eine lange Zeit nicht mehr, bis ich langsam wieder damit anfing die Schubladen mit Ideen und Entwürfen zu füllen. Und irgendwann kam dann Emma um die Ecke und voilà - da war sie, meine Erstveröffentlichung!